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Castrop-Rauxel_86_01

43 Wohnen und Wirtschaft Grün und Friedhöfe Nicht ohne Grund hat Castrop-Rauxel den Beinamen „Europastadt im Grünen“. 60 Prozent der Fläche bestehen aus Wäldern, Wiesen, Feldern, Parkanlagen und anderen Grünflächen. Erholungsgebiete wie das Grutholz, in dem sich auch ein Wildgehege befindet, das Langeloh, durch das ein Naturlehrpfad führt, der Stadtgarten, in dem ein Gondelteich liegt, oder das Gelände am Haus Goldschmieding, das ein Skulpturenpark ist, sind nur einige Beispiele für grüne Oasen der Stadt. Auch die elf Castrop-Rauxeler Friedhöfe sind neben ihrem vorrangigen Zweck der Bestattung und Trauerbewältigung Orte der Ruhe und Erholung. Mit einer Gesamtgröße von 51 Hektar laden sie zum Spaziergang und inneren Einkehr ein. Friedhöfe sind Orte des Gedenkens, der Pietät und der Geschichte. In Castrop-Rauxel gibt es sieben kommunale Friedhöfe und jeweils zwei evangelische und katholische Friedhöfe. 37 der 51 Hektar Gesamtfläche entfallen auf die kommunalen Friedhöfe. Muslimische Gräberfelder gibt es auf dem Friedhof in Merklinde. Der Jüdische Friedhof an der Oberen Münsterstraße ist geschlossen und nur auf Anfrage im Rathaus für Besucher zugänglich. Friedhof Henrichenburg (Hedwig-Kiesekamp-Straße) Der im nördlichsten Stadtteil gelegene Kommunalfriedhof gehört erst seit der Gemeindereform 1975 zu Castrop-Rauxel. Im Eingangsbereich heißt eine mit Schindeln gedeckte Trauerhalle mit kleinem Glockenturm alle Besucher willkommen. Friedhof Habinghorst (Heerstraße) Der geometrisch angelegte Friedhof Habinghorst wurde 1907 eingeweiht. Linden säumen die Hauptwege. Zwischen den Stadtteilen Habinghorst und Henrichenburg gelegen, ist dieser Friedhof eine wichtige grüne Verbindung. Friedhof Ickern (In der Wanne) Eine Besonderheit des Ickerner Friedhofs ist seine Zweiteilung. 1984 wurde der Friedhof über die Emscher hinweg erweitert. Seitdem verbindet eine Fußgängerbrücke den nördlichen und südlichen Teil des Friedhofs. Friedhof Pöppinghausen (Pöppinghauser Straße) Im Stadtteil Pöppinghausen teilen sich die evangelische Kirchengemeinde und die Stadt das Friedhofsgelände. Die Anlage erinnert an beschauliche kleine Dorffriedhöfe, wie sie nur noch selten zu finden sind.


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